In der Zeitschrift Illustriertes Briefmarken-Journal, aus dem Verlag der Gebrüder Senf in Leipzig, Nr. 8 vom 20. April 1889 des XVI. Jahrgangs wird ein Verein der Briefmarkensammler in Zerbst erwähnt. Damit ist bewiesen, dass es schon im 19. Jahrhundert eine organisierte Sammlergemeinschaft in Zerbst gegeben hat. Ein genaues Datum der Gründung lässt sich nicht beweisen, da weitere Unterlagen und Zeitschriften des Verlages der Gebrüder Senf aus Leipzig nicht vorliegen.



Aus dem Jahre 1923 wurde bekannt, das in dieser Zeit in Zerbst ein Briefmarkenverein aktiv tätig war. Die Vereinstätigkeit des Vereins der Briefmarkenfreunde Zerbst wird durch die nachstehende Postkarte vom 23.02.1923, abgestempelt am 24.02.1923 im Postamt Zerbst bestätigt. Der Absender Fritz Jensen, Kustos u. Kirchenkassenrendant an St. Batholomai, mit weiteren Tätigkeiten, Handelsvertretungen, Auskunftei, Creditreform, Kaufmann, wohnhaft Schlossfreiheit 11, Telf. 469




Zerbst, 23. II. 1923
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Weitere Nachforschungen führten bis zum Jahre 1928 zu keinem Erfolg. In einem Adressbuch des Jahres 1928, des Jahres 1930/31 wurden die Zerbster Briefmarkenfreunde erwähnt. Als Vorsitzender wird hier der Lehrer Friedrich Schoch, wohnhaft in Zerbst, Brüderstraße 13 benannt Im Adressbuch des Jahres 1935 wird als Vorsitzender der Lehrer Otto Siemon , wohnhaft in Bias erwähnt. Die regelmäßig durchgeführten Treffen fanden in der Gaststätte Der Goldene Anker in der Breiten Straße Nr. 12 in Zerbst statt. Aus irgendwelchen Gründen fanden in den Jahren 1939 und 1940 die Veranstaltungen in der Gaststätte Zum Goldenen Ring in Zerbst, Alte Brücke 47 (bereits um 1770 Gasthof) statt. Bis zum Jahre 1945 konnten keine weiteren Treffpunkte bzw. Veranstaltungen ermittelt werden.